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Gründerzuschuss und Fördergelder

Gründerzuschuss und andere Fördergelder

Der häufigste Grund, der eine Gründung verhindert, ist nicht der Mangel an Ideenreichtum. Die meisten Gründungen scheitern oder kommen gar nicht erst zustande, weil ganz einfach die finanziellen Mittel fehlen, um die Idee in die Tat umzusetzen. Dabei gibt es einige Gelder, die man als Gründer in Anspruch nehmen kann, meistens jedoch ist es oft die Unwissenheit des einzelnen Gründers, die verhindert, dass diese Fördergelder in Anspruch genommen werden. Licht ins Dunkel bringen Beratungsstellen für Existenzgründer, hier kann man sich als Gründer informieren, welche Programme zu dem persönlichen Gründungsvorhaben passen.

Gelder um Gründer zu unterstützen stellen der Bund, die Länder, die Europäische Union, Banken oder Fonds bereit. Wobei Banken oder Fonds gezielt ausgewählte Branchen unterstützen. Aber es gibt auch genügend Programme, die keinen Unterschied zwischen den Branchen machen, als Gründer ist es sowieso empfehlenswert, wenn man sich an unterschiedliche Förderprogramme wendet, um auszutesten, welches Programm überhaupt in Frage kommt. Förderprogramme für eine bestimmte Sparte sind im Grunde nicht schlecht, oftmals sind diese sogar günstiger als andere Förderprogramme. Da man das Programm hier ganz gezielt auf eine Branche abgestimmt hat.

KfW – Hilft beim gründen

Ein großer Name, wenn es um Fördergelder für Gründer geht, ist die KfW Bank. Die KfW Bank agiert im Namen des Bundes und verteilt wohl den beachtlichsten Teil an staatlichen Fördergeldern. Grob unterteilt kann man sagen, dass die KfW Bank drei Kreditvarianten für Existenzgründer anbietet. Zum einen das sogenannte Startgeld, dies ist vor allem für Kleingründungen gedacht, die nicht mehr als 50 000 Euro benötigen.

Plant man eine größere Form der Gründung, gibt es dafür den Unternehmerkredit, dieser deckt einen Kapitalbedarf bis zu 10 Millionen Euro ab. Für Gründer die nur sehr wenig Eigenkapital mit in die Gründung bringen können ist das Unternehmerkapital gedacht. Dieses Darlehen umfasst ein Volumen von bis zu 500 000 Euro.

Die Anträge kann man als Gründer nicht direkt bei der KfW Bank stellen, hier muss man den Umweg über die Hausbank nehmen und dort einen entsprechenden Antrag stellen. Es bietet sich natürlich an, sich im Vorfeld über den genauen Verlauf und die Konditionen zu informieren. Dafür bietet die KfW Bank in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammer sogenannte Beratungssprechtage in ausgesuchten Städten an.

Arbeitslos – keine Chance zu gründen?

Auch Arbeitslosen soll eine Möglichkeit gegeben werden, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Dafür hat die Bundesagentur für Arbeit den sogenannten Gründerzuschuss ins Leben gerufen. Dieses Programm gliedert sich in zwei Stufen. So bekommen Empfänger von Arbeitslosengeld 1 zu ihren monatlichen Bezügen eine zusätzliche monatliche Zahlung in Höhe von 300 Euro, dieser Zuschuss wird für die Dauer von 9 Monaten gewährt. Im Anschluss kann man einen erneuten Antrag stellen, wird dieser genehmigt erhält man noch einmal für die Dauer von 6 Monaten einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro monatlich. Jedoch sollte man mit der Antragstellung nicht zu lange warten, denn um diesen Zuschuss zu erhalten, muss man mindestens noch 3 Monate Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 haben.

Auch Hartz4 Empfänger können auf staatliche Unterstützung hoffen, wenn sie sich mit dem Gedanken tragen, eine Firma zu gründen. Hier gibt es das sogenannte Einstiegsgeld, bedeutet als Hartz4 Empfänger erhält man zusätzlich zu den regulären Bezügen jeden Monat 50 Prozent der eigentlichen Leistung. Bevor das Einstiegsgeld jedoch gewährt wird, muss eine Stellungnahme der IHK erfolgen, die die Erfolgschancen des Firmenkonzeptes einschätzt.

3 comments

  1. danke für den hilfreichen artikel. leider ist es doch immer noch so, dass vielen existenzgründern überteuerte kredite angeboten werden. die kfw bietet hier zinsgünstige kredite die man zuallererst in anspruch nehmen sollte. wichtig auch, sich rechtzeitig über die krankenversicherung gedanken zu machen. weil man als selbständiger versicherungsfrei wird, lohnt hier ein vergleich mehrerer anbieter z.b, unter http://www.selbststaendig-machen.net/private-krankenversicherung

    • Hallo Roland,

      ich biete schon die Möglichkeit einen Link zu hinterlassen, aber von Spam halte ich persönlich nicht sehr viel. Ich muss dir auch Recht geben das sich ein Vergleich lohnt.

      Grüße Ivo

  2. privat krankenversicherung versicherungsvergleich

    Ich kann nur sagen – Deine Seite ist gut & übersichtlich gestaltet und der Text ist richtig klasse geschrieben – sehr lesenswert und informativ ! Großes Lob ;o)

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