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Vor- und Nachteile einer studentischen Selbstständigkeit

Wer sein Studium absolviert, kommt in diesen Tagen kaum darum herum, sich auf irgendeine Art und Weise etwas Geld dazu zu verdienen. Klassischerweise suchen sich Studenten deshalb einen Nebenjob, etwa als Kellner, als Aushilfe im Büro oder auch als Fahrer für den Pizzaservice.

Der große Nachteil: Man muss immer dann arbeiten, wenn der Arbeitgeber dies wünscht. Wer dagegen freier in seiner Zeitgestaltung sein will, der muss sich für die Selbstständigkeit entscheiden. Die studentische Selbstständigkeit eröffnet dem Studierenden dabei zahlreiche neue Möglichkeiten.

Selbstständig als Student

Selbstständig als Student

Dennoch sollten auch die Nachteile, die damit einhergehen nicht außer Acht gelassen werden. Wir wollen an dieser Stelle kurz auf die Vor- und Nachteile der nebenberuflichen studentischen Selbstständigkeit eingehen.

Vorteile der studentischen Selbstständigkeit

Die studentische Selbstständigkeit bringt zunächst einmal einige Vorteile. Dazu zählen unter anderem:

  • freie Zeiteinteilung
  • Vergütung kann individuell vereinbart werden
  • Knüpfung wichtiger Kontakte für die Zeit nach dem Studium
  • Sammeln vielfältiger Erfahrungen

Die freie Zeiteinteilung erlaubt es den Studierenden, ihre Leistungen genau dann auszuführen, wenn sie die Zeit dazu haben. So wird das Studium nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Vergütung für die erbrachten Leistungen kann der Student ebenfalls individuell vereinbaren und so unter Umständen höhere Einnahmen erzielen, als beim klassischen studentischen Nebenjob.

Auch die Kontakte, die während der studentischen Selbstständigkeit geknüpft werden, können sich sehr positiv auf das weitere berufliche Leben auswirken. Ebenfalls sind die Erfahrungen, die man als Selbstständiger macht, für den weiteren beruflichen Werdegang von einem nicht zu unterschätzenden Wert.

Nachteile der studentischen Selbstständigkeit

Trotz all dieser Vorteile, die die studentische Selbstständigkeit bietet, darf nicht nur durch die rosarote Brille gesehen werden. Denn es erwarten den Studierenden dabei auch einige Nachteile. Das sind unter anderem:

  • keine Ansprüche auf Kündigungsschutz, Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • u. U. Wegfall von BaFöG und Kindergeld
  • u. U. keine Möglichkeit mehr zur Familienversicherung
  • Kosten für Gewerbe-, Umsatz- und Einkommenssteuer
  • bürokratischer Aufwand der Unternehmensführung
  • eigene Absicherung gegen Krankheit, Altersvorsorge und Co.

Diese Nachteile sind vor allem in finanzieller Hinsicht nicht zu unterschätzen. Eine nebenberufliche studentische Selbstständigkeit liegt nämlich nur dann vor, wenn die Einnahmen aus dieser unter anderen Einnahmen liegen.

Außerdem dürfen es nicht die einzigen Einnahmen des Studenten sein. Sonst können BaFöG, Kindergeld, die Familienversicherung in der Krankenversicherung und Co. schnell futsch sein. Dann muss eine eigene Krankenversicherung abgeschlossen werden, die Kosten dafür fallen nicht zu knapp aus.

Auch die Steuerzahlungen, die ab bestimmten Verdienstgrenzen anfallen, sind nicht zu unterschätzen. Diese Verdienstgrenzen stellen wir im nächsten Teil unserer Serie zur studentischen Selbstständigkeit vor.

2 comments

  1. Ich absolviere derzeit zwei Masterstudiengänge und habe eine Unternehmensberatung in der Schweiz und eine Handelsgesellschaft in Österreich gegründet. Ich kann die hier erwähnten Vorteile nur bestätigen, und würde noch hinzufügen, dass eine Selbstständigkeit besonders gut mit dem Studium zu vereinbaren ist, da man sich seine Zeit frei einteilen kann. Wenn ich in einer anderen Firma als Berater angestellt wäre, könnte ich mir die Prüfungsphasen nicht freihalten. Dank meiner eigenen Firmen bin ich absolut flexibel. Die oben erwähnten Nachteile sind sicher auch nicht zu unterschätzen. Insbesondere rechtliche Aspekte sollten vorab vollumfänglich abgeklärt werden. Trotzdem würde ich allen Studenten raten durch ein Start-Up Unternehmen ihre ersten Berufserfahrungen zu sammeln!

  2. Startups sollten stets Mission Orientiert agieren. Dessen sollten sich junge Unternehmer bewusst sein. Es wird eine gehörige Portion an dedication (und vor allem Zeit!) seitens der Unternehmensgründer erwartet um ein erfolgreiches Startup aufzubauen (bis zu 10 Jahre!). Ebenso ist es zu empfehlen, in einen kleinen Markt einzudringen weil die Chance eine Monopol Stellung einzunehmen in einem kleinen Markt höher ist als in einem Markt der bereits gesättigt ist. Ich lege diesbezüglich jedem die Vorlesungsreihe „How to start a Startup“ u.a. mit Sam Altman (Y Combinator) ans Herz.

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