Home » Marketing » Kundenkontakte – Festtage nutzen

Kundenkontakte – Festtage nutzen

Das Jahresende bzw. der Monat Dezember ist der Zeitraum, wo Selbstständige (vor allem Gründer) die besten Chancen haben, Kundenbeziehungen und Geschäftskontakte ohne viel Aufwand zu pflegen und zu stärken. Aus diesem Grund, werde ich auch diese Jahr wieder einige Personen kontaktieren, die mir vielleicht Anfang des Jahres, Aufträge erteilten oder etwas gekauft haben. Wie wichtig solche Kleinigkeiten sind, konnte ich durch das vergangenen Jahr nachvollziehen.

Karte, Email oder doch ein Geschenk?

kontakte-pflegen Erst mal muss man sich entscheiden, für welchen Geschäftspartner es was gibt, bzw. ein bestimmtes Grund-Budget bestimmen. Meistens lege ich es daran fest, wie hoch der Gesamtauftragswert gewesen ist oder mit wem ich mehr als einmal Kontakt hatte. Hinzu kommt noch die persönliche Schiene.

Von einer Email mit “Frohe Weihnachten” und “Guten Rutsch” rate ich vollkommen ab. Natürlich freuen sich die Empfänger trotzdem, dass man an sie gedacht hat, doch so eine Email ist schnell vergessen. Jeder der täglich 100, 200 oder mehr Email bekommt, kennt das. Kurz angelesen und dann wird es gelöscht, wenn es nichts wichtiges war.

Anders ist es bei einer schicken Weihnachtskarte und die, sind wir mal ehrlich, kostet auch nicht die Welt. Eine schöne Karte, mit einem persönlichen geschrieben Text bleibt im Gedächtnis. Neben einer Email, die nach kurzem lesen im Papierkorb landet, werden Karten meistens aufgehoben. Ja, der Mensch sammelt gerne, auch ganz normale Postkarten. Vielleicht wird die Karte zu eine späteren Zeitpunkt wieder entdeckt und der Kontakt meldet sich drauf bei einem. Ist bei mir in diesem Jahr mehrfach passiert.

Die Kosten, die sich pro Karte nicht mehr als auf 1-2 Euro belaufen, halten sich meiner Meinung nach mehr als gering. Der Kosten-Nutzen-Faktor ist immens. Wenn ihr euch folgendes Beispiel (so diese Jahr geschehen) anschaut:

Ich habe 30 Postkarten letztes Jahr Weihnachten an (bestehende und eventuelle) Geschäftspartner versendet. Jeder der Kontakte hat sich bei mir bedankt. Die einen per Email, andere haben durchgerufen und es kamen sogar drei Karten zurück. Bis zum März passierte gar nichts, dann erhielt ich den ersten Anruf “Ich habe gerade meine Büro aufgeräumt und dabei die nette Weihnachtskarte gefunden…” und so weiter. Entscheidend war dann: “Habe dir eine Email gesendet. Mach mir doch ein Angebot.”

Über den Wert des Auftrags, werde ich nichts sagen, aber er hat bei weitem die Kosten getragen, die ich für die Weihnachtskarten investiert habe. Wenn man das jetzt so liest, könntet ihr denken, dass es mir nur darum geht Geschäfte zu machen. Dem kann ich wiedersprechen, ich habe es auch gerne und von Herzen getan.

Geschenke, sinnvoll oder eher nicht

geschaeftskontakte Auch Geschenke sind eine Möglichkeit, wieder auf sich aufmerksam zu machen. Jedoch sollten die Geschenke eher etwas sein, wovon der Geschäftspartner ein echter Fan ist. So habe ich zum Beispiel schon mal eine Flasche irischen Whiskey zu Weihnachten verschenkt. Leider ist daraus nie mehr geschäftlich etwas geworden, dennoch haben wir persönlichen Kontakt und treffen uns regelmäßig bei einer Runde Skat. In den seltensten Fällen würde ich heute etwas derartiges verschenken (war echt teuer), dann lieber zu einem Weihnachtsessen einladen oder ähnliches.

Fazit

Alles in allem ist jeder Kontakt mit einem Geschäftspartner wichtig, dennoch finde ich den Zeitraum Weihnachten – Jahreswechsel besonders passend dafür. Die Menschen, die dann eure Zeilen lesen, freut es das ihr an sie gedacht habt und vielleicht wird daraus mitunter auch ein neuer Auftrag. Falls dem nicht so ist, schadet es eurem Portemonnaie auch nicht sonderlich. Nutzt die Weihnachtszeit um ALTE, NEUE und VERGESSENE Kontakte eine Karte zu senden.

Engel – Fotolia.com – Lane Erickson – Fotolia.com

3 comments

  1. Es stimmt, "dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten", das sagt ja schon dieser bekante Spruch, und der Verfasser des Artikels hat auch die richtige "Einstellung" zu der Sache. Schade ist nur, dass dieser "Brauch" dabei oft ins Kitschige gezogen und oft nur der Aspekt dabei betrachtet wird, was man nun denn "zurückbekommt".

  2. Sicher eine schöne Idee, aber wenn mir noch ein Absender in diesem Jahr Schmidt-Lebkuchen schickt, beende ich die Geschäftsbeziehung!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*