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Kapitalbedarfsplanung – wichtig für Existenzgründer?

Kapitalbedarfsplanung, das klingt vielen Gründern viel zu kompliziert. Viele junge Unternehmer glauben, dass sie ihre Finanzen schon im Griff haben und wissen, für welchen Zweck wie viel Kapital benötigt wird. Dabei ist für ein gesundes Unternehmen eine ausführliche Kapitalbedarfsplanung unerlässlich. Der folgende Artikel zeigt warum.

Betriebsausgaben

Warum ist der Kapitalbedarfsplan für die Existenzgründung wichtig?

Der Existenzgründer sollte – nicht nur für die Bank – ein schriftliches Gründungskonzept erstellen. Je detaillierter dies ist, umso sicherer werden manche Klippen umschifft.

Ein Kapitel des Gründungskonzeptes befasst sich mit der Kapitalbedarfsplanung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Eigen- oder Fremdkapital handelt.

Kapitalbedarfsplanung zur Gründung

Der Existenzgründer sollte in diesem Teil alle Kosten veranschlagen, die voraussichtlich bei der Gründung des Unternehmens entstehen. Dies können z.B. sein: Unternehmensberater, Rechtsanwaltskosten, Franchisegebühren, Maklergebühren, Kaution für Büro- oder Ladenräume, Einrichtung der Geschäftsräume, technische Logistik, Kraftfahrzeug, Versicherungsbeiträge, Visitenkarten, Prospekte oder Kataloge, Erstausstattung Material (Roh- und Betriebsstoffe), Berufskleidung, Werbekosten, Eröffnungsfeier, Gastgeschenke.

Kapitalbedarfsplanung für die kommenden 3 Jahre

Hier soll der Existenzgründer alle Kosten planen, die er voraussichtlich für die kommenden 3 Jahre für seinen eigenen Unterhalt, sowie für den Fortbestand des Geschäftsbetriebes benötigt: Mieten- und Betriebskosten für Wohnung und Geschäftsräume (Achtung: Puffer für Erhöhungen einkalkulieren), Versicherungsbeiträge privat und geschäftlich, Verband-oder Vereinsbeiträge, sämtliche Beiträge zur Kranken- und Unfallversicherung, Absicherung im Alter und eventuell gegen Berufsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit.

Außerdem Reinigungskosten der Berufskleidung, laufende Werbung, Dekorateure/Dekoration, Steuerberater, KFZ-Unterhaltungskosten, weitere Materialkosten usw.

Kapitalbedarfsplanung – Personalkosten

Ist es für den Unternehmer unerlässlich, Personal zu beschäftigen, müssen auch die Personalkosten akribisch geplant werden.

Fazit

Es empfiehlt sich für den Existenzgründer, die vorab geschätzten Kosten im Laufe der 3 Jahre auch konsequent nur in der kalkulierten Höhe für den jeweiligen Bereich zu investieren.

Besteht das gesamte Kapital aus EINEM Betrag und wird ohne Disziplin aus diesem einen Topf jede Rechnung bezahlt, geht schnell der Überblick verloren. Eine ständige Kontrolle der tatsächlichen Ausgaben, im Verhältnis zu den geplanten Kosten kann eine Insolvenz verhindern und wird jedem Selbstständigen dringend empfohlen!

Dieser Fachbeitrag wurde vom Lexikon der Betriebsausgaben zur Verfügung gestellt.

One comment

  1. Da gebe ich dir vollkommen recht. Seine Finanzen muss man immer im Auge behalten und strickt nach Plan einhalten. Egal ob Gründer oder schon länger selbstständig.
    Danke für diesen Beitrag!

    Grüße

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