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Dropshipping

 

  1. Was ist Dropshipping
  2. Vorteile Dropshipping
  3. Nachteile Dropshipping
  4. Die Wahl des richtigen Dropshipping Produktes
  5. Den richtigen Dropshipping Anbieter finden
  6. Einstieg ins Dropshipping mit Amazon und eBay
  7. Schlüsselfertige Shopsysteme

 

1. Was ist Dropshipping?

Das Handelsmodell Dropshipping eröffnet einen besonders kapitalschonenden Zugang zum eigenen Handelsunternehmen im Internet. Die maßgebliche Eigenschaft von Dropshipping besteht darin, dass der Online-Händler mit der von ihm angebotenen und verkauften Ware selber nicht in physischen Kontakt kommt. Was zunächst absurd klingt wird plausibel, wenn man sich das Modell vor Augen führt.

Grafik Dropshipping

 

Erforderlich ist hierzu lediglich ein Lieferant, der seinen Kunden Dropshipping anbietet. Unter den in Deutschland agierenden Herstellern, Importeuren und Großhändlern entscheiden sich immer mehr für dieses Modell, so dass es auch für Neulinge im Online-Handel nicht mehr allzu schwierig ist, einen entsprechend aufgestellten Lieferanten zu finden.

Der Online-Händler wählt nach Belieben Produkte aus dem Sortiment seines Dropshipping Lieferanten aus und stellt sie in seinen eigenen Online-Shop ein, ohne sie zuvor einzukaufen. Er überzeugt sich lediglich manuell oder automatisch davon, dass die angebotenen Produkte auch tatsächlich verfügbar sind. Bestellt nun ein Endkunde ein Produkt im Online-Shop des Händlers, so informiert er den Lieferanten über die Bestellung. Dieser wird nun seinerseits den Versand der Ware direkt an den Besteller in die Wege leiten und die Ware erst zu diesem Zeitpunkt an seinen Handelspartner berechnen. Die Ware wird neutral verpackt versandt, so dass der Endkunde gar nicht bemerkt, dass das Paket nicht direkt von dem Online-Shop kommt, über den er das Produkt bestellt hat. Auf Wunsch kann das Paket oder der Lieferschein aber sogar mit dem Namen oder Logo des jeweiligen Online-Shops bedruckt werden.

 

2. Vorteile Dropshipping

 

Das mittlerweile bereits recht weit verbreitete System erbringt für frisch gebackene Online-Händler gleich mehrere Vorteile auf einmal. Zum einen entfällt die Notwendigkeit zum teuren Einkauf von Waren, ohne dass sich hierdurch die Attraktivität des eigenen Sortiments verringert. Darüber hinaus benötigt der Online-Händler weder ein eigenes Lager noch teures Lagerpersonal. Die Lagerung und die Versandlogistik werden vom jeweiligen Lieferanten übernommen.
Schließlich entfällt für den Internet-Verkäufer auch das Warenrisiko. Gerade Neueinsteigern in den Online-Handel kann es schnell passieren, dass sie Waren einkaufen, die sich am Markt als schlecht verkäuflich oder sogar unverkäuflich herauszustellen. Während ein klassisch aufgestellter Händler in diesem Fall auf der kostspieligen Ware sitzen bleibt, entfernt ein Dropshipping Händler sie ohne wirtschaftliche Konsequenzen einfach aus seinem Sortiment und nimmt stattdessen aussichtsreichere Produkte auf. Weitere Vorteile werden im Folgenden zusammengefasst:

  1. Marge wirDropshipping von zu Hause ausd selbst festgelegt
    Die Gewinnspanne (Marge) kann in vielen Fällen selber festgelegt werden. Natürlich gibt es manchmal auch Preisvorgaben vom Dropshipping-Anbieter selber, jedoch sind dort die Mindestpreise erwähnt. Nach oben also kaum eine Grenze. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Mittelwert ungefähr bei 40-45 Prozent Marge liegt. Es kommt jedoch immer auf das Angebot selber an und wo man die Ware anbietet (eigener Shop, amazon, eBay etc.).
  2. K(l)eine Kapitalbindung
    Menschen die über wenige Eigenkapital verfügen und sich im Dropshipping versuchen möchten, müssen nicht vorab in Ware investieren. Da die meisten Anbieter jedoch Vorkasse verlangen, müssen verkaufte Artikel für einen bestimmten Zeitraum vorfinanziert werden, somit gibt es nur eine kleine Kapitalbindung (je nachdem was für Produkte angeboten werden).
  3. Geringe Einstiegs- und Folgekosten
    Kaum zu glauben, aber ein Einstieg in Dropshipping Geschäft kann tatsächlich mit NULL Euro beginnen. Für die in Punkt zwei angesprochenen Produkte sollte jedoch ein finanzielles Polster vorhanden sein, außer man verkauft nur auf Vorkasse (was ich nicht empfehlen kann). Der Einstieg kann vom heimischen PC als nebenberufliche Selbstständigkeit angefangen werden, wodurch ja, außer für Strom und Zeit, kein Geld vorhanden sein muss.
    Auch Folgekosten fallen kaum an. Wer einen eigenen Online-Shop betreibt, hat eventuell Kosten für Server, Domain oder aber für einen Anbieter der Shop-Systeme anbietet. Die komplette Lagerhaltung und der Versand werden vom Dropshipping-Anbieter erledigt, man muss sich lediglich um Verkäufe und Bestellungen kümmern.

Wie ihr sehen könnt, bietet das Dropshippen einige Vorteile, doch die Nachteile sollten nicht in Vergessenheit geraten. Auch wenn es sich einfach anhört, so ist es ein langer Weg, bis die ersten Erfolge gefeiert werden können. Grundsätzlich würde ich eine nebenberufliche Dropshipping-Karriere beginnen und nicht gleich den Job aufgeben. Zeitlich ist man dann zwar eingeschränkter, doch falls die Geschäftsidee scheitern sollte, wäre es nicht ein kompletter monetärer Verlust.

 

3. Nachteile Dropshipping

 Dass es bei den ganzen positiven Dingen auch negative Faktoren gibt, sollte euch bewusst sein. Ich behaupte mal es sind nur zwei Sachen, die sich negativ auf ein Dropshipping-Geschäft auswirken können. Als allererstes steht da der Partner, von dem mehr abhängt als man denkt. Des Weiteren ist die Produktpalette entscheidend, ob viele Verkäufe zu verbuchen sind.

  1. Abhängig vom Dropshipping-Partner
    Von dem Partner, den man für sein Dropship-Geschäft gewählt hat, hängt der ganze Erfolg ab. Falls der Partner eher unzuverlässig agiert oder eine Bestellung mehrere Tage/Wochen dauert, vertreibt es Kunden. Das wirkt sich in der Zahl der Wiederkäufer aus. Auch die Kommunikation zwischen Dropshipper und Händler ist enorm wichtig. Sei es wegen ausverkauften Artikel oder der Beratung bei neuen Artikel. Eines ist nämlich sicher, nur zusammen kann gut verkauft werden und jedem einen Teil vom Kuchen bringen.
  2. Massenprodukte gehen unter
    Richtig schlecht kann es laufen, wenn man sich für die/das falsche/n Produkt/e entscheidet. Ein Vorabanalyse ist unumgänglich. Es gibt auch Produkte die auf keinen Fall als Dropshipper verkauft werden sollten und auch umgekehrt. Artikel die schon in sämtlichen großen Shop zu finden sollten eigentlich nicht zum Start in diese Branche genutzt werden.

 

4. Die Wahl des richtigen Dropshipping-Produktes

Grundsätzliches zur Produktwahl im DropshippingContainerschiff

Bevor ihr voller Euphorie ein Produkt im Dropshipping anbietet, solltet ihr euch einige Grundsatzfragen selbst beantworten:

  • Kann ich den Artikel immer und jedem empfehlen?
  • Würde ich das Produkt im Internet kaufen?
  • Welche Lieferzeiten braucht mein Großhändler oder Dropshipping-Partner?
  • In welchen Preisspannen kann ich verkaufen?
  • Kann es zu rechtlich bedenklichen Problemen kommen?
  • Ab welcher Bestellmenge ist eine Selbstständigkeit möglich?

 

 Einen Fehler, den auch ich immer wieder gemacht habe, ist es zuerst einen Anbieter zu suchen, der Dropshipping anbietet. Doch das war der falsche Weg, wie es sich mehrmals herausstellte. An erster Position sollte das Produkt stehen. Dafür habe ich folgende Kriterien festgelegt:

1.Vertrauen in das Produkt

Als Allererstes steht euer Vertrauen in das Produkt selber, bzw. die Produktreihe. Wenn ihr etwas verkaufen möchtet, hinter dem ihr nicht zu 100 Prozent steht, dann lasst es besser. Dabei ist jedoch nicht nur euer Vertrauen wichtig, sondern auch, das der Kunden, die diesen Artikel schon gekauft haben. Recherchiert auf Bewertungsportalen, was über euer Produkt geschrieben wurde. Auch ein Blick auf Amazon oder eBay kann durchaus lohnenswert sein.

Sollten sich gänzlich keine Infos im Netz dazu finden lassen, ist es wichtig, dass ihr Freunden, Verwandten, Bekannten ein Testprodukt zur Verfügung stellt. Lasst euch von denen dann auch gleich ein Testimonial (zu Deutsch: Erfahrungsbericht, Meinung) geben, welches ihr später auf eurer Seite nutzen könnt und dürft. Ein wichtiger Aspekt ist zudem der Dropshipping-Anbieter selber. Natürlich möchte dieser verkaufen und wird nichts Schlechtes über die Produkte sagen. Wenn ihr jedoch der Meinung seid, dass er euch nur Honig ums Maul schmiert, dann ist Vorsicht geboten. Im nächsten Kapitel gehe ich noch genauer darauf ein, worauf ihr bei der Wahl des Dropshipping Anbieters achten müsst. Es kann natürlich auch sein, dass es schon Dropshipper gibt, die das gleiche Produkt verkaufen. Dann scheut euch nicht und telefoniert mit denen. Gebt euch jedoch als potentieller Kunde aus. Niemand oder nur wenige, geben einem Konkurrenten gerne Auskunft.

Kurzum: Euer Vertrauen ins Produkt wirkt sich sehr positiv auf euer Vorgehen aus. Wer überzeugt ist von etwas, findet Wege, das Produkt kontinuierlich zu vermarkten.

2. Konkurrenz – Positiv wie Negativ

Etwas Konkurrenz ist belebend, zu viel davon ist erdrückend. Da man sich ja nach Kundenmeinungen umgeschaut hat, kann man auch gleich die Konkurrenten ausloten. Als Online-Dropshipper ist man häufig nicht allein, aber das hat nichts Schlechtes zu bedeuten. Es sei denn, es gibt unzählige Anbieter, die eure Produktpalette auch verkaufen wollen. Dann findet meistens ein harter Preiskampf statt und man muss sich sehr häufig um Preisanpassung etc. kümmern. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld, da mit jeder negativen Preisanpassung auch die Marge für euch schrumpft. Aber da kann man auch etwas vorsorgen, indem ihr euch einen Dropshipping-Partner sucht, der auf die Angebote seiner Dropshipper achtet. Leider sind die sehr rar gesät, aber es gibt sie definitiv.

Tipp: Achtet darauf, dass euer Partner einen Mindestverkaufspreis angibt und eventuell sogar die Dropshipper kontrolliert. Somit habt ihr eine feste Marge mit der gerechnet werden kann.

 

Weitere wichtige Kriterien für das richtige Dropshipping-Produkt sind:

  • Verkaufspreis zwischen 180-250 Euro
  • gute Bewertungen bei Amazon, Ciao usw.
  • Marge sollte nicht weniger als 70 Euro sein
  • Nachfrage im Netz muss bestehen (Internetaffinität)
  • Produkt sollte mit wenigen Punkten erklärt sein
  • geringe Retouren und Storno im Vordergrund

 

Dropshipping Produkte, die sich nicht lohnen

Vielleicht denken die meisten, dass sich fast alle Produkte für das Dropshipping eignen. Dem ist auf keinem Fall so. Auch wenn ihr ein bestimmtes Produkt noch so günstig einkaufen könnt, solltet ihr auf die folgenden Warengruppen verzichten:

  1. Unterhaltungselektronik (Fernseher, DVD-Player, X-Box, Play-Station etc.)
  2. elektrisches Kinderspielzeug (RC-Hubschrauber, ferngesteuerte Autos etc.)
  3. Massenware (Hosen, Schuhe, Jacken etc.)
  4. markenrechtlich bedenkliche Waren (Kopien von Markenwaren)

 

Es wurde bestimmt erwartet, dass ich Asia-Produkte erwähne. Jedoch muss ich sagen, dass es auch dort schon recht gute Waren gibt, deren Anbieten sich als Dropshipper lohnen kann. Mittlerweile importieren einige Großhändler Waren aus China, Thailand usw., welche den deutschen Qualitätsansprüchen in allen Maßen gerecht werden.

Warum lohnen sich die Produktgruppen nicht?

Gerade die Unterhaltungselektronik ist sehr hart umkämpft, doch das ist nicht der einzige Aspekt. Die Margen sind sehr gering, da in dieser Branche der Preiskampf enorm hoch ist. Hinzu kommt noch die Schnelllebigkeit von den Produkten. Kaum ein anderer Markt entwickelt sich schneller als die Unterhaltungsbranche.

Auf alle werde ich nicht eingehen, aber zur Massenware möchte ich noch meinen Senf hinzugeben. Im Modebereich bin ich seit 2009 mit einigen Affiliate Seiten unterwegs. Zeitweise waren die Seiten eine meiner Haupteinnahmequellen. So ca. Mitte 2011 ging es dann los, dass Anbieter wie Zalando oder andere, ein Rückgaberecht von 365 Tage einräumten. Fast zeitgleich sind die Retouren gestiegen. Aktuell, haltet euch fest, liegt die Stornoquote bei über 62 Prozent.

Jetzt übertragen wir das mal aufs Dropshipping. Ein Kunde bestellt bei euch 5 verschiedene Hemden á 20 Euro und sendet dann 4 zurück, weil ihm die nicht gefallen oder gepasst haben. Wenn euer Partner jetzt die Hemden nicht zurücknimmt, (das sollte vorher vertraglich geregelt werden) dann müsst ihr 4 Hemden selber bezahlen und auch lagern, wieder einpacken und so weiter. Ich hoffe ihr versteht, was ich meine.

 

Lohnende Produkte für Dropshipping

Nachdem die negativen Produktgruppen erwähnt wurden, muss ich euch natürlich auch noch Produkte nennen, die (fast) ideal für den Verkauf im Dropshipping-Business sind. Folgende Warengruppen solltet ihr euch genauer anschauen:

  1. personalisierte Artikel (Schmuck, Ringe mit Gravur)
  2. Lebensmittel (Hund, Katze, Menschen etc.)
  3. Verbrauchsmittel (Windeln, Autopolitur, Balkon- und Gartenpflanzen usw.)
  4. Nutzgegenstände mit geringer Benutzung (Laufgitter, Babybetten, Möbel und Ähnliches)

 

Warum lohnen sich gerade diese Produkte für das Dropshipping?

Fange ich mal mit den personalisierten Artikeln an. Ein riesiger Vorteil ist, dass diese Produkte nicht mehr zurückgesendet werden können. Die Stornoquote liegt also bei 0,00 Prozent, in den meisten Fällen. Sicher werden es Einige probieren und hin und wieder wird man sich darauf einlassen, (größere Bestellungen) um den Kunden nicht zu verärgern. Zudem ist die Produktpalette in diesem Bereich riesig und der Fantasie sind bei der Personalisierung keine Grenzen gesetzt.

Immer mehr setzt sich auch der Lebensmittelhandel im Internet durch. Ob für Tiernahrung oder eben Menschennahrung, einen Markt dafür wird es immer geben. Wie auch bei den persönlichen Artikeln, gibt es nur geringe Retourwaren, da angefangene Lebensmittel nicht zurückgesendet werden können. Bei größeren Bestellungen kann es natürlich dazu kommen. Ebenso ist es bei den unter Punkt 3 angegebenen Verbrauchsmitteln.

Interessant sind aber auch die Nutzgegenstände mit geringer Benutzung. Warum? Erstens haben die Artikel in den meisten Fällen eine höhere Marge. Des Weiteren werden nicht mehrere Produkte bestellt, wie bei Modeartikeln und dann zurückgesendet. Und der letzte positive Faktor ist, dass beispielsweise ein Babybett nur im geringem Masse genutzt wird und daher auch nicht so schnell kaputtgeht.

5. Den richtigen Dropshipping Anbieter finden

 Dropshipping Anbieter: Was ist zu beachten?

Dropshipping ist nur für Güter interessant, die etwas höherpreisig sind. Es macht keinen Sinn, z.B. Wäsche die nur ein paar Euro kostet, auf dem Weg des Dropshippings zu verkDropshipping Anbieteraufen. Der Erzeuger/Hersteller hat damit zu viel Arbeit und Händler verdienen fast nichts daran. Vor allem ist aber darauf zu achten, einen geeigneten Dropshipping Anbieter zu finden. Einige Erzeuger aus den verschiedensten Branchen sind dazu übergegangen, auf ihrer Homepage Dropshipping anzubieten. Manche bieten ein fix und fertiges Konzept, dass sofort umsetzbar ist. Bei der Auswahl der Dropshipping Anbieter sollte auf das Warensortiment, die Preise und die Marge, die damit verbunden ist, geachtet werden. Ein wesentlicher Faktor ist auch das Thema ‚Retouren‘. Wird die Ware sehr oft umgetauscht (z.B. Schuhe) oder werden oft defekte oder mangelhafte Waren zurückgeschickt. Auch hier ist darauf zu achten, dass die Vereinbarungen einwandfrei getroffen werden. Ob auf Ebay oder Amazon verkauft wird, ist Aufgabe des Verkäufers. Er hat für die korrekte Abwicklung der Bezahlung zu sorgen und der Erzeuger für die korrekte Abwicklung des Versandes. Wenn beide Teile die Vereinbarung erfüllen, kann so eine langfristige Geschäftsbeziehung aufgebaut werden. Der Händler muss trotzdem genau kalkulieren und die vielen Stunden der PC-Arbeit mit dem tatsächlichen Verdienst am Verkauf vergleichen, um zu schauen, ob sich die Mühe auch lohnt.

Neue Ideen – neue Wege – neue Kunden!

Nachdem du also das Produkt (oder die Produkte) gefunden hast, geht die Suche nach einem Anbieter los. Das Internet ist sicher kein schlechter Start, um sich über Anbieter zu informieren und ggf. auch einen zu finden. Dennoch kommunizieren erst wenige Anbieter auf ihrer Seite, dass sie Dropshipper suchen. Man muss also gezielt vorgehen und bei einem interessanten Angebot auch die Händler anschreiben. Es gibt’s auch Erzeuger/Hersteller, die das Handelskonzept des Dropshippings noch nicht kennen. Deshalb ist es auch eine interessante Variante, Firmen auf diese neue Form des Tradings aufmerksam zu machen. Das kann die kleine Manufaktur um die Ecke sein oder ein interessantes Nischenprodukt, das noch nicht so bekannt ist. Wichtig ist es, die Waren mit Begeisterung anzubieten, auch das spiegelt sich in einem Onlineshop, in seiner Gestaltung etc. wieder. Es hat keinen Sinn, wenn dutzende Händler die gleiche Ware vom Dropshipping Anbieter auf der gleichen Plattform verkaufen. Hier ist es wichtig einen neuen, gewinnbringenden Weg zu finden.

 

Dropshipping Partner finden

Es ist immer noch schwer einen guten Dropshipping Anbieter zu finden. Erst wenige Anbieter und Hersteller preisen Dropshipping auf ihren Webseiten an. Zusätzlich muss man sich im Klaren sein, dass die erwähnAnbieter Dropshippingten Hersteller nicht nur mit dir als Dropshipper zusammenarbeiten. Konkurrenz belebt das Geschäft, doch ohne lebt es sich wesentlich ruhiger.  Aus diesem Grund ist es von großem Vorteil für dich, wenn du einen Anbieter findest, deren Produkt nur du allein als Dropshipper anbieten darfst. Auf den verschiedenen Absatzmärkten (Ebay, Amazon, eigener Shop etc.) kannst du dir schon einen Überblick verschaffen. Ich nutze hier meistens Amazon und deren Sternchenbewertungen. Wenn dein Produkt dort angeboten wird und einige Bewertungen hat, umso besser. Die Bewertungen können auch deine zukünftigen FAQ zum Produkt werden. Am besten gleich alles festhalten, die Fragen und Probleme der Käufer und deine ausführlichen Antworten komplettieren die FAQ. Schon hast du eine schöne Contentseite zu deinem Dropshipping-Produkt.

Mit dem Dropshipping Partner verhandeln

Eines steht schon vor der Verhandlung fest: DU willst den bestmöglichen Gewinn haben. Bedenke aber, dass dein Partner fast alles erledigt, damit das ausgewählte Produkt zu deinem Kunden kommt. Bei Nichtgefallen, sollte dein Dropshipping Anbieter die Waren auch wieder entgegennehmen. Mir waren und sind immer folgende Punkte wichtig:

  1. Abwicklung (schnell, unkompliziert, unbürokratisch)
    Kunde bestellt, du leitest die Bestellung weiter, Anbieter verschickt so schnell wie irgend möglich. Hört sich doch gut an. Ich habe selber mit Anbietern zusammengearbeitet, die 1 Woche Lieferzeit hatten und das gibt Probleme und Mehraufwand zwischen dir und den Kunden. Die Kunden sind halt von Amazon verwöhnt.
  2. Bezahlung
    Die Waren müssen natürlich auch bezahlt werden. Kaum ein Anbieter wird für dich in Vorkasse gehen. Darum muss dieser Ablauf gut überlegt sein. Ich habe zwei Methoden mit denen ich sehr zufrieden bin und der Bestellvorgang wird nicht durch fehlender Zahlung gebremst. Sofort nach der Bestellung wird via Paypal die Ware beglichen und somit kommt es zu keiner Verzögerung. Mein Favorit ist allerdings ein Budget vorab zu überweisen, von dem der Anbieter die Bestellungen abziehen kann und somit fällt auch der Paypal-Arbeitsschritt weg. Spart einiges an Zeit und beschleunigt den Ablauf ungemein.
  3. Versand
    Das es schnell gehen muss ist klar und habe ich auch schon erwähnt. Dennoch gibt es kleine Details die ich beim Versand gerne berücksichtigt hätte. Als allererstes ist dort die Verpackung und die Kartonage zu erwähnen. Wenn irgendwie möglich, solltest du probieren, dass eigene Kartons (mit Werbedruck) für die Waren verwendet werden. Lieferschein und Rechnung mit deinen Logo, Adresse usw. Für Retouren, sollte aber gleich die Adresse des Anbieters hinterlegt sein. Diese Wünsche stellen einen großen Aufwand dar, weswegen sie nicht jeder Anbieter von Anfang an erfüllt. Wenn du allerdings gute Umsätze bringst, dann hört man sich deine Vorschläge auch gerne an.
  4. Retouren
    Das gehört leider auch dazu. Darum bei der Produktwahl darauf achten, dass dieser Mist so gering wie nur möglich gehalten wird. Als ich auf das/die falschen Produkte gesetzt habe, waren 70-80% Retouren fast normal und der Aufwand ist schrecklich und zeitintensiver als Bestellungen abzuarbeiten.
    Achtet darauf, dass der Anbieter Retouren wieder annimmt und dir das Geld zurückerstattet. Dafür muss natürlich aber auch erstmal eine Vertrauensbasis vorhanden sein.

 

6. Einstieg ins Dropshipping mit Amazon und eBay

Es ist schon irgendwie klasse, dass man eigentlich gar keinen eigenen Shop benötigt, um seine Produkte zu verkaufen. Die Alternative zum eigenen Onlineshop ist nämlich das Dropshipping über Amazon und eBay.  Die riesigen Marktplätze sind ideal um deine Dropshipping Produkte erst einmal zu testen. Gerade beim Einstieg in die Tätigkeit als Dropshipping-Händler punkten Amazon und eBay mit der einfachen Handhabung und einer überschaubaren Kostenstruktur. Bei dem Einstellen der Produkte auf Online-Marktplätze sollten man sich aber vorab immer genauestens die Händlerrichtlinien durchlesen. Dazu gehören Impressum, Widerrufsrecht, detaillierte Versandkosten und so weiter. Dropshipping ist auf eBay und Amazon erlaubt, aber das muss auf anderen Plattformen nicht ebenso der Fall sein. Oft gibt es Richtlinien, dass sich die angebotene Ware zum Zeitpunkt des Verkaufs physisch im Besitz des Anbieters befinden muss. Wer das nicht beachtet muss mit hohen Geldstrafen rechnen, von daher:

Lest die Richtlinien lieber einmal zu viel, als zu wenig!Dropshipping amazon

Ein weiterer wichtiger Punkt, den ihr beim Dropshipping über Amazon und eBay beachten solltet, ist das Einstellen eigener Produktbilder und -beschreibungen. Auf eBay ist es schlichtweg nicht erlaubt die Bilder und Beschreibungen eines anderen Nutzers zu übernehmen. Auf Amazon ist es zwar gestattet, doch anstatt sich das Leben leicht zu machen und einfach die Texte und Bilder von den Konkurrenten zu klauen, würde ich lieber die Möglichkeit nutzen mich mit eigenem Material von ihnen abzuheben.

 

Wenn die Verkaufszahlen deines Produktes über Amazon und eBay gut sind, wird es Zeit über einen eigenen Onlineshop nachzudenken. Zum Einstieg ins Dropshipping sind die Online-Marktplätze zwar gut geeignet, aber auf Dauer lohnt es sich nicht, aufgrund der Provisionen, nur über diese Plattformen zu verkaufen. Wenn du über keine ausgeprägten Programmierkenntnisse verfügst könnte ein schlüsselfertiger Webshop für dich die ideale Lösung im Dropshipping sein, aber darauf gehe ich noch näher im nächsten Kapitel ein. Wenn du dann einen eigenen Onlineshop hast nutze die Kontakte zu deinen Kunden von Amazon und eBay und mache beispielsweise mit E-Mail-Marketing auf deinen Webshop aufmerksam. Zusätzlich solltest du die sozialen Medien, wie Facebook und Instagram, aktiv nutzen, um für deinen Onlineshop zu werben. So steht einem erfolgreichen Start ins Dropshipping-Business so gut wie nichts mehr im Wege.

 

7. Schlüsselfertige Shopsysteme

Ein eigener Onlineshop macht vDropshipping im schlüsselfertigen Webshopiel Arbeit. Wer einen eigenen Webshop erstellen möchte muss entweder über gute Programmierkenntnisse verfügen oder auf einen teuren Anbieter zurückgreifen. Nach der Erstellung muss der Shop auch noch stets gepflegt werden und individualisiert sollte er auch noch sein. Erschwerend kommt hinzu, dass, gerade wenn man einen Dropshipping-Onlineshop betreiben möchte, das Einstellen der Produkte und das Aktualisieren oft kompliziert und vor allem zeitaufwendig ist. Wer sich das alles ersparen möchte kann auf sogenannte schlüsselfertige Shopsysteme zurückgreifen. Diese werden mittlerweile von vielen Dienstleistern, wie lizenzo.de, angeboten. Dabei handelt es sich um fertige Onlineshops, die bereits mit allen wesentlichen Funktionen, wie der Möglichkeit für Kundenbewertungen, integrierten Zahlungssystemen und kundenfreundlichem Check-out Prozess, ausgestattet sind. Trotzdem kann man seinen Onlineshop immer noch mit wenigen Mausklicks nach den eigenen individuellen Wünschen gestalten und an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Ein weiterer Vorteil des schlüsselfertigen Webshops ist, dass die anbietenden Dienstleister meist direkt mit Lieferanten für die unterschiedlichsten Dropshipping Produkte zusammenarbeiten. Das bedeutet man kann direkt über den eigenen Online-Shop seine virtuellen Regale mit den Produkten befüllen, die man verkaufen möchte. Mit nur wenigen Klicks, kann man die Produkte vom jeweiligen Lieferanten auswählen, die man selbst anbiete möchte. Meistens sind sogar schon die Produktbeschreibungen und Bilder vorhanden, so dass man sich noch nicht einmal darum kümmern muss. Wenn der Shop mit den gewünschten Produkten befüllt ist muss man sich selbst nur noch um das Verkaufen kümmern. Die Betreuung der Kunden und Interessenten, die Vermarktung der Produkte und das Bekanntmachen des Shops muss immer noch der Webshop-Betreiber selbst übernehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die meisten schlüsselfertigen Shopsysteme nicht einmal teuer gekauft werden müssen, sondern auch einfach gemietet werden können. Der Anbieter hält dann aus eigenem Interesse die Produkte immer auf dem neuesten Stand und erweitert und aktualisiert die Systeme regelmäßig. Dadurch hast du auch einen größeren Schutz vor Datenklau.

 

Die Kombination von Dropshipping und schlüsselfertigem Webshop ist dabei besonders für junge Gründer interessant. Gerade in der Startphase des eigenen Unternehmens kann man durch den reduzierten Aufwand die Arbeit bequem von zu Hause aus erledigen. Das Kombinationsmodell vereinfacht die ersten Schritte als Unternehmer im Nebenberuf enorm. Wenn das Geschäftsmodell nach einiger Zeit gut läuft, kann man sich dann gegebenenfalls auch für die Vollzeittätigkeit im eigenen Unternehmen entscheiden.

 

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