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Altersvorsorge für Selbstständige

[Gastbeitrag von finanzen.de] Da ich selbst immer dafür plädiere, dass Selbstständige auch an das Alter denken sollen, finde ich den Gastbeitrag sehr informativ. Im Artikel werden einige Fragen zu der Rürup-Rente beantwortet. Vielen Dank an finanzen.de.

Selbstständige müssen privat fürs Alter vorsorgen, da sie in der Regel keine gesetzliche Rente erhalten werden. Die besten Optionen sind hierbei die Rürup-Rente und die private Rentenversicherung.

Rürup-Rente die Alternative zum Riestern

Rürup-Rente für Selbstständige

Viele Selbstständige möchten, wie Angestellte auch, mit staatlicher Unterstützung für ihr Alter vorsorgen. Die Rürup-Rente ist für Selbstständige das, was für Angestellte die Riester-Rente ist. Denn beide Altersvorsorgemöglichkeiten werden vom Staat unterstützt. Bei der Riester-Rente werden Sparer über Zulagen und gegebenenfalls über zusätzliche Steuerentlastungen vom Staat gefördert. Bei der Rürup-Rente profitieren sie hingegen von deutlich besseren Steuervorteilen.

Die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, ist eine gängige Form der privaten Altersvorsorge für Selbstständige. Auch Familien können mit einer Rürup-Rente abgesichert werden. Denn schließt der Versicherungsnehmer eine sogenannte Beitragsrückgewähr in den Vertrag ein, erhält die Familie im Todesfall des Versicherten eine Hinterbliebenenrente. Sinnvoller, beispielsweise aufgrund der Kosten, ist es allerdings, Alters- und Risikovorsorge zu trennen und eine Risikolebensversicherung zur Absicherung der Liebsten zu vereinbaren.

Rürup-Rente: Die Steuervorteile im Überblick

Im Jahr 2017 können Rürup-Sparer 84 Prozent ihrer Einzahlungen in die Basisrente bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von der Steuer absetzen. Dieser beträgt derzeit 23.362 Euro, was einem maximal berücksichtigten Betrag von 19.624 Euro entspricht. Jedes Jahr können zwei Prozent mehr von der Steuer abgesetzt werden, bis im Jahr 2025 100 Prozent der eingezahlten Beiträge in die Rürup-Rente bis zum Maximalbetrag steuerlich geltend gemacht werden können.

Wer beispielsweise 15.000 Euro im Jahr 2017 in eine Rürup-Rente gezahlt hat, kann 12.600 Euro steuerlich geltend machen. Wie hoch die Steuererleichterungen dann ausfallen, hängt vom persönlichen Steuersatz ab.

Wichtige Arten der Rürup-Rente

Es gibt unterschiedliche Formen der Rürup-Rente. Die wichtigsten sind:

  • Klassische Rürup-Rente
  • Fondsgebundene Rürup-Rente

Die klassische Variante der Basisrente ist sehr sicher, aber verspricht derzeit wenig Rendite. Die fondsgebundene Variante bietet Aussicht auf höhere Rendite, ist aber mit mehr Risiko behaftet. Je nachdem, welcher Spartyp man ist, sollte man sich für die eine oder andere Variante entscheiden.

Vor- und Nachteile der Rürup-Rente

Bei der Wahl einer Rürup-Rente sollten Vorsorgeinteressierte nicht nur die Steuervorteile im Blick haben. Denn jedes Vorsorgeprodukt hat neben Sonnen- auch Schattenseiten. Die Nachteile sind:

  • Die Basisrente kann nicht vererbt werden. Ein Hinterbliebenenschutz kann allerdings vereinbart werden
  • Bei Renteneintritt können Rentner nicht ihr gesamtes Geld auf einmal erhalten. Sie erhalten ihr Geld monatlich
  • Die Rentenzahlungen müssen nach dem persönlichen Steuersatz versteuert werden

Die Vorteile einer Rürup-Rente überwiegen jedoch die Nachteile in vielen Fällen:

  • Während der Ansparzeit profitieren Versicherte von Steuererleichterungen
  • Die monatlichen Einzahlungen können flexibel erhöht oder gesenkt werden
  • Die Rürup-Rente wird bis ans Lebensende gezahlt
  • Bei Arbeitslosigkeit, Hartz 4 oder Privatinsolvenz bleibt die Rürup-Rente unangetastet

Vor dem Abschluss einer Rürup-Rente sollte sich jeder persönlich beraten lassen. Versicherungsprodukte wie die Rürup-Rente sind zu komplex, um ohne professionelle Beratung das individuell beste Angebot für sich zu finden. Auf Fachportalen kann man sich online mit einem Experten in Verbindung setzen. Dieser nimmt die Daten des Kunden auf, um nach geeigneten Tarifen zu suchen.

Alternative zur Rürup-Rente: Eine private Rentenversicherung

Eine weitere Möglichkeit für Selbstständige, privat fürs Alter vorzusorgen, ist eine private Rentenversicherung. Das Geld wird durch regelmäßige Beitragszahlungen angespart und zu einem festgelegten Zeitpunkt ausgezahlt. Alternativ kann eine große Einmalzahlung direkt in eine Rente umgewandelt werden.

Wie auch bei der Rürup-Rente müssen bei der privaten Rentenversicherung keine hohen Beträge eingezahlt werden. Allerdings gilt auch für die private Rentenversicherung prinzipiell: Je früher man mit dem Sparen anfängt, umso mehr kann man auch mit kleinen monatlichen Beiträgen erzielen. Dies wiederum bedeutet: Je später man mit der Vorsorge beginnt, desto höhere monatliche Beiträge muss man in Kauf nehmen.

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One comment

  1. Siegmar | Versicherungsvergleiche

    toller Beitrag!

    Für mich ist die Rürup-Rente DIE Basis für die Altersvorsorge bei Selbstständigen. Das Vermögen lässt sich steuerbegünstigt aufbauen und es ist vor dem Zugriff im Fall der Fälle (Harz4) geschützt.

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