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Schattenseiten der Selbstständigkeit

Schattenseiten der Selbstständigkeit

Der Weg in die Selbstständigkeit bringt nicht nur Vorteile mit sich. Eine Firma zu gründen und damit auch auf Dauer erfolgreich zu werden und zu bleiben, ist nicht so einfach, wie man sich das vielleicht im ersten Moment ausmalt. Wenn du wirklich ernsthaft daran interessiert bist deine Geschäftsidee umzusetzen, solltest du dir vorher nicht nur über die positiven Seiten dieses großen Schrittes im Klaren sein, sondern auch einmal die Schattenseiten dieses Vorhabens betrachten. Denn eine Chance hat nur der, der sich wirklich mit der Materie auseinandersetzt, sich auf sein Tun vorbereitet und nicht alles blind auf sich zukommen lässt.

Startest du in die Selbstständigkeit als Haupterwerb und nicht als Nebenerwerb, musst du dir von vorneherein im Klaren sein, dass dein Einkommen nun nicht mehr vorausplanbar ist. Es gibt ab dann nicht jeden Monat einen festen Betrag „X“ aufs Konto, sondern dein Einkommen hängt nun davon ab, wie die Auftragslage ist bzw. wie häufig deine Dienstleistung in Anspruch genommen wird. Um mal bei den finanziellen Dingen zu bleiben, das finanzielle Risiko ist bei manchen Geschäftsgründungen nicht zu unterschätzen.

Denn oftmals ist es so, dass der Gründer mit seinem Privatvermögen haftet. Auch den Zeitfaktor sollte man bei so einer Unternehmung einkalkulieren. Gerade in der Zeit der Gründungsphase, aber auch darüber hinaus, kommt ein beträchtliches Stundenkapital zusammen. Viele Selbstständige arbeiten nicht selten 50 bis 60 Stunden die Woche. Was natürlich bedeutet, dass freie Zeit nicht mehr so planbar ist, wie in einem Angestelltenverhältnis.

Als Angestellter hast du feste Arbeitszeiten und auch der Urlaub ist voll planbar, als Selbstständiger hingegen ist dies oft nicht mehr so planbar, vor allem nicht in der Anfangszeit. Hinzu kommt dann natürlich auch noch eine gewisse Unsicherheit, in der Anfangszeit. Du kannst dich zwar noch so gut vorbereiten, aber wie hoch und ob überhaupt eine Kundennachfrage da ist, weiß man vorher nie. Auch das Gewinnen von Stammkundschaft, also das Erzielen von regelmäßigem Gewinn, dauert seine Zeit.

Richtig absichern ist Pflicht

Als Selbstständiger hast du auch keine automatische soziale Absicherung, das heißt, im Zuge der Geschäftsgründung bist du selber verantwortlich für beispielsweise Krankenversicherung oder aber Rentenbeiträge. Daneben muss natürlich auch noch vorgesorgt werden, für den Fall einer Arbeitsunfähigkeit, denn als Selbstständiger hast du, wenn dein Geschäft nicht läuft bzw. pleitegeht kein Anrecht auf sogenannte Lohnersatzleistungen, sprich Arbeitslosengeld.

Nebenbei bist du als Selbstständiger auch dafür verantwortlich, dass du anfallende Steuern an das, für dich zuständige Finanzamt, abführst. Nicht zu vergessen natürlich die Buchführung über alle Ein- und Ausgaben, die dein Geschäft betreffen. Falls du Angestellte beschäftigst, musst du natürlich dafür Sorge tragen, dass sie versichert sind, dazu kommt natürlich die Entlohnung deiner Angestellten. Nicht zuletzt bist du als Chef auch mitverantwortlich für das Arbeitsklima und musst vielleicht so manchesmal zwischen Angestellten vermitteln.

Mit Sicherheit gibt es noch einige Punkte mehr, doch soll dies hier einfach ein Denkanstoß sein, die Schattenseiten der Selbstständigkeit nicht ganz aus dem Blickfeld zu verlieren.

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