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Mitarbeiterbeurteilung: Stärken erkennen, Schwächen bekämpfen

Die Entwicklung von Mitarbeitern schreitet schnell, aber dennoch oft unbemerkt voran. So lassen bestimmte Fähigkeiten mit der Zeit nach oder die Motivation eurer Mitarbeiter sinkt. Ihr müsst dem entgegen steuern und regelmäßig überprüfen, wie es um die Qualität und Quantität der Arbeit eurer Mitarbeiter bestellt ist, aber auch, ob sie noch genauso viel Einsatzbereitschaft zeigen, wie es einst der Fall war.

Gerade kleinere Unternehmen scheuen sich davor, regelmäßig Mitarbeiterbeurteilungen durchzuführen, doch sind gerade diese wichtig, um zu erkennen, in welchen Mitarbeitern welches Potenzial schlummert.

Mitarbeitergespräch

Es gibt keine Lebensaufgaben mehr

Habt ihr einen Mitarbeiter aufgrund seiner großen Erfahrungen im Außendienst ebenfalls in den Außendienst versetzt, so muss er nicht auf ewig dort bleiben. Vielleicht bietet ihr ein Produkt an, dessen Zielgruppe ein Alter um die 20 aufweist, euer Außendienstler mit viel Erfahrung ist nun schon aber jenseits der 50 Jahre. Wie groß ist die Chance, dass er und seine Kunden die gleiche Sprache sprechen, dass er noch erfolgreiche Abschlüsse machen kann? Sie sinkt logischerweise, denn die Lücke zwischen Außendienstler und Kundengruppe ist zu groß.

Wir wollen nicht sagen, dass ihr den Außendienstler jetzt sofort entlassen sollt. Führt ein Mitarbeitergespräch zur Beurteilung seiner Leistungen mit ihm. Führt solche Gespräche IMMER unter vier Augen, alles andere führt zu Demütigungen, die eure Mitarbeiter demotivieren.

Vor dem Gespräch solltet ihr euren Mitarbeiter genau beobachten, wo liegen seine Stärken? Ist er ein Ass im Vereinbaren von Terminen? Kann er besonders gut mit Zahlen umgehen und neue Verkaufsunterlagen erstellen? Ist das der Fall, sucht im Gespräch mit ihm die Stärken heraus.

Betraut ihn mit anderen Aufgaben, wie den oben genannten, macht ihm das Ganze schmackhaft, weil er ja durch die neuen Aufgaben nicht mehr so viel herumreisen muss. Nutzt seine Stärken, um euch und euer Unternehmen zu stärken.

Das Gesicht wahren

Damit auch euer Außendienstler sein Gesicht wahren kann, beschreibt den anderen Mitarbeitern die Aufgabe, die er jetzt übernimmt, sehr positiv. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung im direkten Kundenkontakt weiß er, wo es brennt.

Er kann also besonders gut Verkaufsunterlagen erstellen, die den jungen Außendienstlern bei der Generierung von Neugeschäften helfen können. Oder aber er wird mit der Schulung neuer Außendienstler betraut, die aus seinem Erfahrungsschatz sicher ebenso viele wichtige Erkenntnisse mitnehmen können.

So wahrt auch euer Außendienstler sein Gesicht und wird nicht zum alten Eisen der Firma gezählt und auf das Abstellgleis geschickt. Versucht immer, die Stärken eurer Mitarbeiter zu erkennen und sie besonders zu fördern. Hinterfragt dabei auch ihre persönlichen Interessen.

Dürfen sich eure Mitarbeiter mit Gebieten befassen, für die sie sich persönlich interessieren, so steigt ihre Motivation und Einsatzbereitschaft deutlich. Damit leisten sie mehr, oft auch bessere Arbeit, als zuvor.

Die vorhandenen Schwächen eurer Mitarbeiter könnt ihr nur bedingt durch Weiterbildungen ausmerzen, weshalb ihr euch auf die Stärken besinnen und diese ausbauen solltet. Für unseren Außendienstler bedeutet das, er bekommt neue Aufgaben. Er sollte aber auch im steten Austausch mit den jüngeren Kollegen stehen, so kann er für die Erstellung der Verkaufsunterlagen zum Beispiel auf den jugendlichen Jargon zurückgreifen.

So lernt Jung von Alt und keiner fühlt sich benachteiligt, sondern alle fühlen sich wertgeschätzt. Die eigene Meinung zählt, die Erfahrung wird gewürdigt, die Kenntnisse der jungen Kunden durch die jungen Mitarbeiter werden ebenfalls wertgeschätzt. Insgesamt kann sich so auch das Betriebsklima verbessern.

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