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Kundenbindung wichtiger als Kundenfindung

Gleich zwei Blog veranstalten eine sehr ähnliche Blogparade, zum Thema Kunden finden. Peer von Selbstständig-im-Netz möchte gerne wissen wie man zu den ersten Kunden kommen kann bzw. Wie ich meine ersten Kunden gefunden habe. Die zweite Parade wurde von Martin Grünstäudl, dem Betreiber von Gründerwissen.at ins Leben gerufen. Er möchte die wichtigsten Tipps für Existenzgründer wissen und da ist die Kundenfindung und Bindung glaube ich eines der grundlegendsten Themen, um dauerhaft erfolgreich zu sein.

Kunden kommen von allein

Detektiv Es ist nicht ganz so wie ich die Zwischenüberschrift gewählt habe, doch bei mir ist es so gewesen. In Vorarbeit bin ich dennoch gegangen, wenn auch nicht sehr offensiv, da ich von meinen anderen Webseiten, sehr gut leben kann.

Trotzdem möchte man ja auch andere Tätigkeiten nachgehen, also habe ich eine Zeitlang, Unternehmerstammtische, Messen und Veranstaltungen besucht, die in mein Bereich passen.

Wer mich kennt, weiß das ich immer Kontakt zu anderen Menschen suche und so habe ich sehr viele Gespräche geführt und auch Tipps gegeben, wie ich etwas angehen würde, was bei einigen Eindruck hinterlassen haben muss.

Wer meinen Blog liest, der wird auch wissen, dass ich jede empfangene Visitenkarte archiviere und mich auch bei vielen sympathischen und gleichgesinnten Kontakten immer wieder melde. Auch ohne den Hintergrund dort könnte man doch ein Geschäft an Land ziehen.

Genau so, ist auch mein erster Kunde entstanden. Es war eine Unternehmenswebsite eines Garten- und Landschaftsbauers, der heute nicht mehr zu meinem Kundenstamm gehört. Der sowieso nicht gerade viele Namen enthält, aber das ist einen neuen Artikel wert. Denn ich habe meine Einstellung seit den ersten Geschäften im Internet, grundlegend verändert, was vielleicht nicht so gut ankommt, mir aber einige Rechtstreits und Kopfschmerzen erspart.

Kundenbindung ist wesentlich nützlicher

Das ich sehr viel Wert auf eine Kundenbeziehung legen, könnt ihr in dem Artikel über Kundenkontakte lesen. Ich sehe die Kundenbindung bei jedem Selbstständigen, als einen der Erfolgsbausteine. Dabei muss es nicht immer so gemacht werden, wie ich es im genannten Artikel berichtet habe, sondern es gibt auch noch andere "Kontaktbinder".

Langfristige Verträge beispielsweise, können eben so für eine Bindung sorgen, wie die Weihnachtskarten von mir. In Online-Shops kann es ein exklusiver Gutschein für den nächsten Einkauf in den nächsten 14 Tagen sein. Wie ihr seht, gibt es auch hier wieder allerhand Tools, Kunden bei sich zu binden.

5 Fragen die Existenzgründer sich stellen sollten

Zum Abschluss möchte ich aber noch ein wenig auf die Blogparade von Gründerwissen.at eingehen und habe die mir 5 wichtigsten Fragen die sich ein Existenzgründer selber beantworten sollte notiert:

  • 1. Steht deine Familie zu 100 Prozent hinter dem Vorhaben?
  • 2. Hast du ein Existenzgründerseminar besucht und ein Businessplan erstellt?
  • 3. Bist du bereit mehr zu arbeiten, als ein normaler Angestellter, auch wenn deine Einnahmen geringer sein könnten?
  • 4. Über welches Know-How verfügst du und wie wirst du deine Schwächen ausmerzen?
  • 5. Weißt du welche staatlichen Leistung oder Fördermittel dir zustehen?

Dazu gibt es natürlich auch noch meine Antworten.

  • 1. Ja, meine Familie stand von Anfang an hinter mir und hält mir heute noch den Rücken frei.
  • 2. Leider habe ich kein Existenzgründerseminar vor meiner Selbstständigkeit besucht, jedoch im nachhinein. Einen Businessplan habe ich mithilfe meines Steuerberaters und einem RKW-Mitarbeiter erstellt.
  • 3. Es war Anfangs so, dass die Arbeitstag 12-16 Stunden hatten und die Einnahmen trotzdem nicht. Jetzt ist es zum Glück anders.
  • 4. Über meine Fähigkeiten werde ich jetzt sicherlich kein Loblied singen, aber neben den Stärken, gibt es auch einige Schwächen, wofür ich mir externe Hilfe hole. Zum Beispiel: Steuerberater (Könnte ich nie.)
  • 5. Da ich meine unkündbare Stellung (Betriebsrat) selber gekündigt habe, hätte ich keinen Anspruch auf Gründungszuschuss. Wegen der Planung vorab, habe ich dennoch den Zuschuss erhalten und musste nur 3 Monate überbrücken.

Wie immer ein spannendes Thema, worüber ich eigentlich mal referieren sollte. 😉

fotokalle – Fotolia.com

12 comments

  1. Christian Peter

    Okay. Ich möchte auch (wenn ich darf) die Fragen beantworten :
     

    1. Steht deine Familie zu 100 Prozent hinter dem Vorhaben?
    2. Hast du ein Existenzgründerseminar besucht und ein Businessplan erstellt?
    3. Bist du bereit mehr zu arbeiten, als ein normaler Angestellter, auch wenn deine Einnahmen geringer sein könnten?
    4. Über welches Know-How verfügst du und wie wirst du deine Schwächen ausmerzen?
    5. Weißt du welche staatlichen Leistung oder Fördermittel dir zustehen?

    Frage eins beantworte ich so : Frage Deine Familie nicht ! Wenn Du , denn das "Du" ist von
    Bedeutung 100 % überzeugt bist das machen zu müssen dann mach Dein Ding ! Alles andere 
    führt nur zu unötigen Stress und raubt Dir nur die Kraft !  Machen oder lassen !
    Frage zwei beantworte ich so : Lasse es !!  Reine Zeitverschwendung , ziehe Dein Ding durch und lasse keine anderen rein reden , zuviel Konkurenz , keine Zukunft,zu wenig gewinnspanne und soweiter ..  glaube mir , mache es einfach !  Nur Mut !!  Nicht lange rum diskutieren , ärmel hoch und los gehts !
    Frage drei beantworte ich so : Rede nicht von arbeiten. Wenn Du eine Firma hast ist es wie Dein Ehepartner , es ist immer bei Dir , immer um Dich. Nicht von Zeit reden . Das hat nichts mit der Zeit zu tun wenn Du selbständig bist und Du machst es nur wegen Geld = LASSE ES !!  Das wird nie was , Du musst das was Du machst lieben , alles andere ist absolut egal !
    Frage vier beantworte ich so : Wenn Du früher Metzger warst und nun Autos verkaufen möchtest : LASSE ES !  Mache das nicht . Wenn Du aber Deine eigene Metzgerei eröffnen möchtest , müssen wir nicht von Know how sprechen. Mache immer nur das was Du auch kannst, arbeite niemals an Dene Schwächen , stärke Deine Stärken !
    Frage fünf beantworte ich so : Wer eine Firma gründet und es ist immer grundsätzlich so , darf niemals ale Vordergrund das Geld sehen , Du musst die Freiheit sehen , die Chance auf ein selbständiges Leben. Du musst ein Kämpfer sein um die ersten Jahre auch tatsächlich überleben zu können . Selbständig sein , bedeutet selbständig sein, lasse den Staat da raus, passe nur gut auf das Du nicht zuviele Steuern bezahlen musst wenn Du Erfolg hast. Wenn Du Erfolg hast , gründe sofort eine Ltd !!!!
     
    Nette Grüsse
     
    Chrtistian  Peter
     
     

    • Hallo Christian,

      einen ausführlichen Kommentar hast du da aber geschrieben. Naja ich habe da vollkommen andere Ansichten. Ist aber auch mal schön zu sehen, welche Einstellungen andere Menschen zu dem Thema haben.

      Grüße Ivo

  2. Meiner Ansicht nach ist der Businessplan das A und O der Kundenbindung. Daran kann sich die Familie, Geschäftspartner, Banken etc orientieren. Wenn der einmal steht, ist man immer auf einem roten Faden.

  3. Kannst du die letzten drei "Kommentare" bitte löschen?
    Zu Christians Kommentar… ich finde das ist ein zweischneidiges Schwert. Da sind auch gute Ansätze drin, zum beispiel dass die Familie nicht reinzureden hat und der eigene Laden sein wird wie ein Ehepartner und immer um einen. Auch, dass man es nicht nur wegen dem Geld machen sollte, halte ich für einen sinnvollen Ansatz. Man muss sein Ding schon durchziehen. Das geht aber nur, wenn man voll dahinter steht und bereit ist, vieleicht anderes dafür aufgeben zu müssen. Zumindest vorerst.

    Doch auf einen Businessplan sollte man meiner Meinung nach keinesfalls verzichten. Ich habe bereits in meiner Ausbildung gelernt, wie man einen solchen Plan erstellt und was da alles reingehört und aufgelistet sein muss, damit die Bank dir einen Kredit gibt. Und wir haben uns ganzschön gewundert, wie viel dann doch das ganze Zubehör gekostet hat. Deswegen halte ich nen Businessplan für unverzichtbar. Man kann doch nicht einfach blind drauf los stürzen! Besonders ohne Grundkapital ist die Aktion dann von vornherein zum Scheitern verdammt.

    • Hallo Micha,

      Kommentare werden nicht gelöscht. Naja, sein „Ding durchziehen“ geht m.M. nach nur mit einem freien Rücken und dafür ist die Familie da. Wie schwer wäre es wenn man sich um das Geschäft und um die privaten Dinge immer selber kümmern muss? Für mich unvollstellbar.

      Grüße Ivo

  4. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Kommentar von Christian Peter nicht eher ironisch gemeint ist… sollte er jedoch ernst gemeint sein, kann ich als Berater für Marketing und Gründercoaching jeden Existenzgründer nur davor warnen, dieser Einstellung zu folgen!
    1. Deine Familie und/oder dein Partner MÜSSEN hinter deiner Idee stehen! Oder dir ist es wurscht und riskierst, dass deine Beziehung/Familie zerbricht. Was soll ich mit einem Partner, der mich nicht in seine Ideen miteinbezieht, der keine Zeit mehr für mich hat und egoistisch nur "sein Ding" durchzieht? Womöglich muss ich ihn in der Anfangszeit auch noch finanziell unterstützen und z.B. die Miete etc. zahlen, wenn die Aufträge noch nicht da sind? No way!
    2. +3.+5. Natürlich gründe ich eine Existenz, um irgendwann soviel Geld zu verdienen, um davon (gut) leben zu können. Sonst wäre es ein Hobby. Und irgendwann würde ich Hartzer werden… Ein ordentlicher Businessplan ist eine wesentliche Voraussetzung um zu erkennen, ob die Existenzgründung tragfähig ist. Und Gespräche mit anderen Leuten, sei es anderen (erfolgreichen) Existenzgründern, guten Freunden, Fachleuten oder einem Berater helfen enorm dabei, zu erkennen, ob man mit Volldampf die richtige Richtung einschlägt – oder vielleicht doch die falsche? "Du musst die Freiheit sehen , die Chance auf ein selbständiges Leben." Das ist Captain Jack Sparrow-Mentalität. Im Film funktioniert das, in der Realität meistens nicht…
    4. Hier ist doch ein Widerspruch: Zum einen sagt Christian Peter, "Du musst das was Du machst lieben , alles andere ist absolut egal !", auf der anderen Seite gibt er zu, dass es von Vorteil ist, wenn man von dem, was man machen will, Ahnung hat. Was aber ist denn mit dem Metzger, der keine Metzgerei eröffnen will, weil er Vegetarier geworden ist? ;o) Wenn er seine Erfüllung im Verkauf von Autos sieht, warum sollte er das nicht tun? Mit der Unterstützung von Fachexperten und seiner persönlichen Leidenschaft kann er dabei erfolgreich und glücklich werden. Und auf der anderen Seite: Nur, weil jemand seinen Meisterbrief als Friseur in der Tasche hat, muss er als Existenzgründer noch lange nicht mit seinem eigenen Salon erfolgreich sein – selbst dann nicht, wenn er seinen Beruf liebt. Dabei spielen viele andere Faktoren eine entscheidende Rolle…
    Schöne Grüße
    Oliver

    • Hallo Oliver,

      ich hoffe das es Ironie war, aber ich glaub das er es wirklich Ernst gemeint hat. Thx für deine Antworten.

      Grüße Ivo

  5. Hi Ivo,
    auf seiner Website schreibt er das Gleiche zu diesem Thema… das lässt wirklich seinen Ernst befürchten.
    vG
    Oliver

  6. Roman Spendler

    Ob Kundenbindung wichtiger als Kundenfindung ist, kann man so nicht sagen, denke ich. Gerade als Existenzgründer sollte man sich die Frage stellen, wie man schnell Kunden gewinnen kann. Die Kundenbindung erfolgt doch dann im nächsten Schritt. Existenzgründer haben es am Anfang immer etwas schwerer und müssen viel für ihr Business tun. Kundenbindung erreicht man durch viele Maßnahmen. Ist der Kunde erst einmal gewonnen, dann sollte dieser Kontakt auch gepflegt werden.

    • Hallo Roman,

      ich habe die Erfahrung machen können, dass wenn man sich um einen Kunden kümmert, die Mundpropaganda die beste Möglichkeit ist, Neukunden zu bekommen. Man kann es nicht pauschalisieren, anfangs sollte man natürlich auf Kundenfang gehen und diese Kontakte dann aber zu pflegen ist vielen zu aufwendig und dadurch wird einiges an Potenzial verschenkt.

      Grüße Ivo

  7. Sehr schöner Artikel. Ich denke, dass es am Anfang schwer ist viele Kunden zu finden. Das ist auch nicht weiter schlimm. Sobald man die ersten Kunden gefunden hat, diese zufrieden sind und dauerhaft weiter betreut werden, dann bietet das Freiräume für neue Kunden. Für Existenzgründer sind Empfehlungen sehr wichtig um sich erstmal einen größeren Kundenstamm zu verschaffen.
    Ich habe auch noch beobachtet, dass die Kundenzufriedenheit die Weiterempfehlungsrate deutlich steigern kann. Im Endeffekt ist die Kundenbindung ein immerwährender Kreislauf.

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