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Werbeplatzvermarkter – Nein Danke!

Wer kennt das nicht, das Telefon klingelt und an der anderen Seite meldet sich eine nette Stimme mit “Wir vermarkten Ihre tolle Seite… blablub”. Erst kürzlich hatte ich wieder so einen Anruf, diesmal wurde sie aber nicht abgewimmelt, sondern ich nahm mir die Zeit zuzuhören. Alles in allem hörte sich die Sache ja gut an. Auf meine Frage hin, mit welchen Einnahmen man rechnen kann, wurde mir angeboten, es Anhand meiner Traffic-Daten zu berechnen.

Werbeplatzvermarkter - NEIN DANKE

Werbeplatzvermarkter – NEIN DANKE

Und damit es sich auch richtig lohnt, habe ich vorgeschlagen, dass ich drei Werbeplätze zur Verfügung stellen werden. Die Formate der Banner waren Skyscraper (120×600), Headerbanner (728×90) und ein Rectangle (300×250). Alles sehr großformatige Werbemittel, die dem Besucher auch auffallen und bestimmt geklickt werden.

Die Seite, weswegen es überhaupt zu dem Anruf kam, hat relativ guten Traffic, wenn man bedenkt, dass es nicht wirklich eines meiner Steckenpferde ist und seit Monaten nicht angerührt wurde. Monatlich knapp 6.000 Besucher und 13.200 Seitenaufrufe sind ja nicht so verkehrt.

Das Einzige, was mich stört, sind die geringen Einnahmen bei den Besuchern. Man muss aber klar unterscheiden, dass es sich mehr um eine Infoseite handelt und nicht um eine optimiert Affiliate Seite. Die Monetarisierung findet derzeit nur über mein allzeit beliebtestes Amazon-Partnernet statt.

Aber zurück zu dem Werbeplatzvermarkter. Die oben erwähnte Berechnung kam binnen weniger Stunden per Email. Sage und Schreibe 25 Euro pro Monat könnte ich bei 3 Werbebannern und meinem Traffic verdienen. Da ist doch jeder begeistert, oder? Für den Artikel habe ich es mal runter gerechnet.

Jeder Besucher bringt mir also ungefähr 0,0014 Euro im Monat. Um damit einen angenehmen Betrag (1.000 Euro) zu erzielen, müsste ich den Traffic nur auf 715.000 Besucher im Monat steigern. Sorry, aber die Bezahlung ist mehr als nur unverschämt.

Andere Anbieter zu Monetarisierung

Die nachfolgenden Anbieter und Hochrechnungen sind nur fiktiv und beruhen auf meiner Erfahrung.

Adsense

Nehmen wir mal Adsense. Zu den Keywords, worüber die Besucher kommen, wird bei dem Keyword-Tool ein durchschnittlicher CPC (Cost per Click) von 0,15 Euro ausgeworfen. Mit einer Klickrate von 5 Prozent wären das im Monat schon 45 Euro… und das bei 6.000 Besuchern. Um ungefähr den gleichen Ertrag mit dem Werbeplatzvermarkter zu bekommen, müsste ich die Besucherzahlen fast verdoppeln.

BinLayer

Obwohl ich kein Freund von Popups oder Layern bin, ist es trotzdem interessant, was dort so verdient werden kann. Mit BinLayer* habe ich in den letzte Jahren immer wieder Traffic-Websites monetisiert. So bekommt man hier für 1000 Einblendungen (TKP) bei LayerAds 4,00 Euro und HybridAds 6,00 Euro. Die Einnahmen könnten dann zwischen 24-36 Euro betragen. Einziges Problem ist, dass die Ads geschlossen werden müssen, damit es zu einer Vergütung kommt. Also auch keine wirkliche Alternative und dennoch für die ein oder andere Traffic-Seite sicher nicht verkehrt.

Amazon-Partnernet

Immer wieder gut ist das Amazon-Partnernet, was ich auch eingebunden habe. Die Klickrate liegt gerademal bei etwas über 3,3 Prozent, also knapp 200 von den 6000 Besuchern landen dann bei Amazon. Jedoch ist die Conversion-Rate (Kauf-Rate) mit 13 Prozent nicht so übel. Der Verdienst an einem Käufer liegt bei knapp 3,20 Euro. Und damit ihr auch was zu tun habt, könnt ihr euch den Verdienst durch Amazon selbst ausrechnen.

Fazit:

Bei aller Verständnis, dass Werbeplatzvermarkter auch Geld verdienen wollen, kann man niemanden 25 Euro im Monat anbieten. Aber es scheint eine lukrative Geschäftsidee zu sein, da ich bei meiner Recherche doch auf so einige Anbieter getroffen bin. Für mich steht fest, entweder Amazon, Direktvermarktung oder eines der hier gelisteten Partnerprogramme.

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