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Die Lebensversicherung für Unternehmer

Nur wenige Firmengründer können in die Selbstständigkeit gehen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen, denn in den meisten Fällen ist es notwendig, verschiedene Investitionen zu tätigen, um das Unternehmen an den Start zu bringen. Bis die Investitionen getilgt sind und der Unternehmer in der Buchführung schwarze Zahlen schreibt, vergehen in der Regel mehrere Jahre. Läuft das Unternehmen gut an, können die Kredite innerhalb einer bestimmten Zeit bedient werden. Stößt dem Unternehmer jedoch etwas zu, müssen die Angehörigen die Schuldenlast tragen, während die Einnahmen stagnieren oder gänzlich ausbleiben. Dies kann die gesamte Existenz bedrohen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits vor der Firmengründung eine ausreichende Vorsorge zu treffen. Sie sollten eine Lebensversicherung abschließen, um Ihre Angehörigen finanziell abzusichern. Sie haben die Wahl zwischen einer kapitalbildenden und einer Risikolebensversicherung.

Eine Risikolebensversicherung sichert ausschließlich des Todesfall ab

Als junger Unternehmer sollten Sie auf eine Risikolebensversicherung nicht verzichten. Diese hat den Vorteil, dass Sie eine hohe Versicherungssumme für einen niedrigen Beitrag bekommen. Je nach Einstiegsalter können Sie 100.000 Euro für einen Betrag von unter 10 Euro pro Monat versichern. Die Versicherungsdauer können Sie selbst wählen. Sie sollten sich für eine Summe entscheiden, mit der Ihre Hinterbliebenen die Schulden komplett tilgen können. Wenn Sie Kredite aufgenommen haben, können Sie eine fallende Versicherungssumme wählen, um die Versicherungsprämie zu reduzieren.

Die Risikolebensversicherung birgt den Nachteil, dass Sie kein Kapital aufbauen. Dies bedeutet, dass Sie am Ende der Laufzeit keine Auszahlung Ihres Guthabens bekommen. Die Summe wird nur ausgezahlt, wenn der Versicherte innerhalb der Laufzeit verstirbt. Tritt der Versicherungsfall nicht ein, was der Fall ist, wenn Sie das Ende der Laufzeit erleben, ist Ihr eingezahltes Kapital komplett verfallen. Die Risikolebensversicherung eignet sich demnach für Unternehmer, die noch nicht über viel Kapital verfügen, am Anfang ihres Berufslebens stehen und eine Familie haben, die sie absichern möchten.

Viele Versicherer bieten eine Erweiterung des Versicherungsschutzes. Sie können bei bestimmten Ereignissen wie einer Hochzeit oder der Geburt eines Kindes die Versicherungssumme erhöhen. Weiterhin sind Kopplungen mit anderen Versicherungen, etwa einer Unfallversicherung, möglich. Individuelle Beratungen bietet hierzu nahezu jeder  Versicherungsträger.

Die kapitalbildende Lebensversicherung dient dem Vermögensaufbau

Verfügen Sie bereits über einen sicheren und regelmäßigen Gewinn, sollten Sie auch in jungen Jahren schon an Ihre Altersvorsorge denken und sich für den Abschluss einer kapitalbildenden Lebensversicherung entscheiden. Diese Versicherung ist um ein Vielfaches teurer, dafür bekommen Sie am Ende der Laufzeit jedoch das angesparte Kapital ausgezahlt. Ihre Beiträge verfallen nicht, sondern werden verzinst und Sie werden am Überschuss der Versicherung beteiligt. Oftmals erwirtschaften Sie auf diese Weise eine höhere Rendite, als wenn Sie das Geld sparen oder in Aktien anlegen würden. Sollten Sie vor dem Ende der Versicherungslaufzeit versterben, bekommen Ihre Hinterbliebenen das gesamte Kapital ausgezahlt und können auf diese Weise die Schulden begleichen.

Die Risikolebensversicherung ist für Existenzgründer vorteilhafter

Entscheiden Sie sich für eine Risikolebensversicherung, denn die Prämien können Sie auch bei einem anfänglich niedrigen Gewinn problemlos zahlen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • geringe Beiträge
  • hohes Kapital
  • flexibel erweiterbar
  • fallende Versicherungssumme möglich
  • Kopplungen mit anderen Versicherungen möglich

Fazit: Eine Risikolebensversicherung sollten Sie in Ihre Finanzplanung aufnehmen, vor allem dann, wenn Sie aufgrund der Existenzgründung Kredite aufnehmen mussten. Gegen Altersarmut sollten Sie sich auch absichern.

9 comments

  1. Die Absicherung ist immer ein wichtiges Thema. Nicht nur für Existenzgründer, sondern auch für Mitarbeiter und deren Familie. Mittlerweile kann vieles über den Arbeitgeber gemacht werden, was den Vorteil hat, dass Fachkräfte an das Unternehmen gebunden werden.

  2. Sich abzusichern ist in jedem Fall sinnvoll. Ich habe es bereits im Bekanntenkreis erlebt das jemand verstorben ist und eine Menge Altlasten von seiner Firma hinterlassen hatte. DIe Angehörigen sitzen nun auf einem Schuldenbetrag von mehreren 100.000 Euro. Man sollte auf jeden Fall voraus planen.

  3. Eine Risikolebensversicherung anfangs bei niedrigen Gewinn besser, später (bei höherem Gewinn und schon weniger Schulden) kann man dann auf eine kapitalbildende Lebensversicherung umstellen.

  4. Absicherung ist wirklich wichtig. Ich seh das so wie Jens. Nicht nur Existenzgründer sollten dies tun, sondern jeder. Allerdings würde ich im Privaten eher auf eine Kapitallebensversicherung zurückgreifen. Diese zahlt am Ende der Laufzeit entweder einen Einmalbetrag aus oder eine monatliche Rente. Bei der Risikolebensversicherung bekommen die Angehörigen ja nur was, wenn man stirbt und das auch nur, wenn man unter 65 Jahre ist (Alter kann je nach Versicherung variieren).

  5. Immer wieder erschreckend wie viele selbständige es vergessen privat vorzusorgen. Egal ob für Rente, Leben, Unfall oder Krankheit. Nur leider ist dies inzwischen auch für Angestellte immer wichtiger denn auch dort weiss man nie was die Zukunft bringt….

  6. Selbständigkeit heisst doch quasi immer selbst und das ständig 🙂

  7. Kann meinen Vorschreibern nur zustimmen. Man denkt oft gar nicht daran, bis es im Bekanntenkreis jemanden betrifft. Ich hoffe aber auch dass durch die Gesetzgebung, sich bei den Selbstständigen noch was verbessert.

  8. Mach aus der Kapitalbildenden Lebensversicherung eine Fondspolice und ich bin voll bei dir.

    Die neu abgeschlossenen Lebensversicherungen mit Sparkern haben eine miese Verzinsung, die auch nicht mehr durch den Gewinn der Versicherungen gerettet werden kann.

    Also ab in Sachwerte!

    LG

  9. Ich habe mich selber noch nicht mit diesem Thema auseinander gesetzt, aber viele scheinen dies schon gemacht zu haben. Ich habe immer ein Problem mit jeglicher Art von Versicherungen, ich schließe verdammt ungern einen ab.

    @Sebastian Fondspolice, was ist das?

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