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Friedhofsgärtner

Voraussetzungen

Als Grabpfleger oder Friedhofsgärtner gibt es ebenfalls keine gesetzlich geregelten Voraussetzungen. Eine spezielle Ausbildung für diesen Beruf gibt es nicht, allerdings sind einige Berufsausbildungen prädestiniert, um darauf aufbauend als Grabpfleger selbstständig zu werden.

So kann eine Ausbildung zum Landschaftsbauer, Gärtner und Co. sinnvoll sein. Damit weiß man zumindest, welche Blumen sich miteinander vertragen, welchen Pflanzabstand diese benötigen und ähnliches.

Selbstständig als Friedhofsgärtner

Selbstständig als Friedhofsgärtner

Persönliche Eigenschaften

Als Grabpfleger oder Friedhofsgärtner muss man auch grundlegende persönliche Eigenschaften mit bringen. Dazu zählen unter anderem die Freude an der Natur und der frischen Luft.

Der größte Teil der Arbeit wird mit Sicherheit im Freien verbracht werden, zumindest wenn die Auftragslage entsprechend gut ist. Das sollte einem liegen, denn wer sich vor Hitze, Kälte und Nässe scheut, ist bei diesem Job nicht gut aufgehoben.

Ebenso wenig darf es dem angehenden Friedhofsgärtner etwas ausmachen, dass er sich die Hände schmutzig machen muss. Das „Buddeln“ in der Erde, bei dem genauso die eine oder andere Spinne, ein paar Würmer und Käfer dem Grabpfleger Gesellschaft leisten, sollte nicht abschreckend wirken.

Kundengewinnung

Wichtig ist natürlich, wie in jedem anderen Bereich auch, dass man Kunden für seine Dienstleistungen gewinnt. Das Potenzial ist dabei riesig, wenn man sich die aktuelle Lebenslage vieler Menschen anschaut. Lange Arbeitszeiten, zusätzlich familiäre Verpflichtungen und der ganz normale Alltag – da bleibt kaum Zeit, sich um das Grab von Eltern, Onkel oder Tanten zu kümmern.

Dennoch würden viele Menschen gerne wissen, dass das Grab der Lieben in guten Händen ist und hier setzt der Grabpfleger an. Wenn Angehörige das Grab dann besuchen, können sie sich an dessen guter Pflege erfreuen und müssen diesen Besuch nicht als lästige Pflicht ansehen.

Auch verschlägt es viele Menschen beruflich oder familiär bedingt in eine völlig andere Region. Sie können und wollen das Grab der Angehörigen weder verlegen lassen, noch es unbewirtschaftet wissen. Selbst hier kann der Friedhofsgärtner ansetzen und eine professionelle Grabpflege anbieten.

Das Problem

Problematisch bei dieser Selbstständigkeit kann es sein, dass man sehr viel Einfühlungsvermögen benötigt. Obwohl der größte Teil der Arbeit direkt auf dem Friedhof stattfindet, muss man sich zuvor doch mit den Angehörigen auseinander setzen. Gerade, wenn die Wunden über den Verlust eines lieben Menschen noch groß sind, kann dies eine schwere Aufgabe für den angehenden Grabpfleger sein.

Zudem ist zu berücksichtigen, dass eine genaue Kostenkalkulation notwendig ist, veräußert man doch hier nicht nur seine eigene Arbeitskraft, sondern auch allerlei Blumen, Erde und Co., die im Preis mit eingerechnet werden müssen.

Investitionen

Ebenfalls sind einige Investitionen vonnöten, um sich als Friedhofsgärtner selbstständig zu machen. So bedarf es wenigstens eines Wagens mit kleinem Anhänger, sowie kleiner Werkzeuge und Gartengeräte.

Darüber hinaus sollte man sich ein Arbeitszimmer einrichten, das kann aber durchaus zu Hause sein, so dass ein eigenes Büro nicht zusätzlich zu Buche schlägt. Weiterhin sollten vorab Verträge mit Blumenhändlern geschlossen werden, damit die Grabbepflanzung möglichst günstig im Einkauf ist.

Fazit: Selbstständig als Friedhofsgärtner

Der Beruf des Grabpflegers hat viel Potenzial, wenn es denn richtig ausgeschöpft wird. Es ist aber auch nötig, Durststrecken, die oft im Winter auftreten, überbrücken zu können. Nicht zuletzt müssen angehende Friedhofsgärtner viel Einfühlungsvermögen beweisen. Weiteres Wissenswertes zum Thema Selbstständig als Grabpfleger hab ich euch hier zusammengefasst:

Bild: © adikpixxx – Fotolia.com

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