Bereits zum zehnten mal in Folge wurden in diesem Jahr Unternehmer, welche mit Top-Geschäftsideen glänzen oder unermüdlichen Forscherdrang beweisen, sich mit einer ungewöhnlichen Unternehmensführung profilieren konnten oder für ihr Lebenswerk eine Ehrung verdienen mit dem Deutschen Gründerpreis geehrt. Der Deutsche Gründerpreis wird von starken Partnern wie Sparkassen, Porsche, ZDF und Stern vergeben.

Deutscher Gründerpreis 2011
Für seine herausragende unternehmerische Leistung wurde im Jahre 2011 Martin Viessmann prämiert. Der Unternehmer führt die im Jahre 1917 im oberfränkischen Hof gegründete Schlosserei in dritter Generation und ihm ist es gelungen, sie zu einem international agierenden Unternehmen weiter zu entwickeln. Viessmann gehöre als einziges Familienunternehmen zu den drei Herstellern von Heiztechniksystemen, welche sich als europaweit führend einstufen lassen.
Viessmann beschäftigt heute weltweit 9 400 Mitarbeiter. Etwa 4 000 davon arbeiten im Hauptwerk der Firma im nordhessischen Allendorf. Den internationalen Stellenwert der Firma unterstreichen 22 Produktionsstätten in zehn Ländern und 120 internationale Verkaufsniederlassungen. Doch Viessmann berief sich auf seine Werte und ist nach wie vor ein Familienunternehmen mit Tradition. Das Erfolgskonzept sieht der Firmenchef darin, dass seine Mitarbeiter sich stark mit der Firma identifizieren und motiviert ihre Arbeit in Angriff nehmen.
Frau gewinnt in Kategorie Startup
Erstmals ging in der Kategorie Startup eine Frau als Siegerin hervor. Der Preis wurde an die Cegat GmbH aus Tübingen verliehen. Das Unternehmen hat sich der Untersuchung von genetischen Krankheitsursachen verschrieben, um ärztliche Diagnosen zu sichern und die Möglichkeiten zu schaffen, individuelle Therapien zu entwickeln.
Firmengründerin Saskia Biskup nahm den Preis entgegen. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass das Unternehmen neben Forschergeist auch persönliches Engagement und Durchhaltevermögen bewies und das Firmenkonzept in dieser Form eine Alleinstellung besitzt und im hochkomplexen Berufsfeld der Humangenetik eine wertvolle Unterstützung für die Medizin leistet.
Aufsteiger 2011
In der Kategorie Aufsteiger war die 4 Jet Sales und Service GmbH aus Alsdorf erfolgreich. Das Unternehmen produziert Lasersysteme, welche zum Strukturieren, Beschriften und Reinigen hochwertiger Oberflächen Verwendung finden. Hier gab die ungewöhnliche Herangehensweise der Firma den Ausschlag für die Prämierung. Unternehmer Jörg Jetter bündelt das Wissen von Spezialisten, um immer neue Produkte entwickeln zu können. Im Unternehmen werden Konstruktion, Lasertechnik, Optikdesign und die Software zu Systemlösungen aus einem Guss geliefert.
Besonderer Sonderpreis
Der jährlich vergebene Sonderpreis ging an die Dialogue Social Enterprise GmbH, welche die Konzepte “Dialog im Stillen” oder “Dialog im Dunkeln” entwickelt hat, um behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen zu führen und füreinander zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt der Geschäftsidee stehen Workshops und Ausstellungen in völliger Stille oder totaler Dunkelheit, welche von gehörlosen oder blinden Führern und Trainern geleitet werden.
Das Hamburger Unternehmen konnte mit seiner außergewöhnlichen Geschäftsidee internationale Erfolge verbuchen. Firmengründer Andreas Heinicke bekam den Preis mit der Begründung überreicht, dass es ihm gelungen sei, in wenigen Jahren eine soziale Idee zu vermitteln, ein international agierendes und geschätztes Unternehmen aufzubauen und einer Vielzahl an Mitarbeitern einen neuen Arbeitsplatz zu bieten, darunter seien auch zahlreiche Behinderte, welche sonst kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt besessen hätten.








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