Wenn man als Bankkunde kein Darlehen erhält oder als Verbraucher keinen neuen Handyvertrag, können veraltete oder falsche Schufa-Einträge die Ursache sein. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, sammelt die Informationen über Zahlungsverpflichtungen und Kontoverbindungen von etwa 66 Millionen Bundesbürgern.

Schufa kostenlos beantragen
Mit Hilfe dieser Daten können Rückschlüsse über die Zahlungstreue und Bonität der Kunden gezogen werden. Bei der Schufa erfasst werden Girokonten, Kreditverträge, Handyverträge, Leasingverträge und offene Forderungen von Händlern oder Verlagen. Weiterhin wertet die Schufa öffentliche Verzeichnisse aus und registriert Privatinsolvenzen und eidesstattliche Versicherungen.
Mit Hilfe der Daten werden Rückschlüsse auf die Bonität und Zahlungstreue der Kunden gezogen. Die Schufa-Daten werden von Händlern und Banken als Entscheidungsgrundlage herangezogen, daher empfiehlt es sich, die Angaben von Zeit zu Zeit zu überprüfen.
Kostenlose Schufa-Auskunft
Seit dem Jahre 2010 sind Auskunftsdateien wie Schufa oder Kreditreform per Gesetz angehalten, einmal jährlich kostenlos über die gespeicherten Daten Auskunft zu geben. Die Schufa-Daten können telefonisch unter der Nummer: 01805 512525 oder über das Internet unter www.meineschufa.de abgefragt werden. Dort klickt man auf der Startseite den Button “Produkte” an und geht dann auf “Datenübersicht nach § 34 BDSG“.
Unter der Rubrik “jetzt bestellen” kann ein Formular herunter geladen werden, welches auszufüllen und zusammen mit einer Kopie des Personalausweises auf dem Postweg an die angegebene Adresse versendet werden kann. Die Schufa schickt die Auskunft dann ebenfalls postalisch zurück.
Die Information gibt Auskunft über alle bei der Schufa gespeicherten Daten. Der Verbraucher erfährt, woher die Daten stammen, an wen sie weitergegeben wurden und auch der Score-Wert wird mitgeteilt. Vorausgesetzt, man hat bei m Ausfüllen des Formulars das Feld “aktuelle Wahrscheinlichkeitswerte” berücksichtigt, dies führt zur Beantragung des Score-Wertes.
Welcher Schufa-Wert ist ausschlaggebend?
Der Score-Wert ist ein Zahl zwischen 1 und 1.000 und wird mit Hilfe statistischer Verfahren ermittelt. Dieser Wert gibt die Zahl der Zahlungsausfallwahrscheinlichkeit an. Je höher der Wert, desto geringer ist die Ausfallwahrscheinlichkeit. Die Score-Werte werden von jedem Unternehmen individuell beurteilt und manche Firmen zeigen sich dabei vorsichtiger als andere.
Somit hat die Schufa keinen Einfluss darauf, ab wann Vertragsgeschäfte von Händlern oder Banken verweigert werden. Der Score-Wert kann auch in Prozent angegeben werden, wobei 100% den besten Wert darstellen würden. Besitzt Du einen schlechten Score-Wert, solltest Du, besonders wenn Du größere Kreditanfragen planst, Deine Daten prüfen. Sind zum Beispiel längst ausgelaufene Zahlungsverpflichtungen noch immer bei der Schufa eingetragen, ist diese verpflichtet, zu reagieren und die betreffenden Einträge zu löschen.
Laut Gesetz ist die Schufa angehalten, die Daten nach drei Jahren zu löschen. Doch häufig passiert dies leider nicht. Enthält die Schufa-Auskunft Falscheinträge, kannst Du von den Händlern verlangen, dies richtig zu stellen, denn wer einen Falscheintrag verursacht hat, ist zu dessen Widerruf verpflichtet und haftet gegebenenfalls auch für eventuelle Folgen.
Gebühren für Schufa-Auskunft
Neben der kostenlosen Auskunft gibt es mit der Schufa-Bonitätsauskunft und der Schufa-Auskunft online auch gebührenpflichtige Auskunftsdienste. Für beide Auskunftsformen zahlt man 18,50 Euro. Im Unterschied zur einmaligen kostenlosen Auskunft ermöglichen diese Auskunftsformen eine ständige Kontrolle der eigenen Bonität.
Auswahl an Auskunftsdateien:
Schufa Holding AG Hannover www.schufa.de
Deltavista AG Karlsruhe www.deltavista.com
Bürgel Wirtschaftsinfo GmbH Hamburg
Infoscore Consumer Data GmbH Baden-Baden www.arvato-infosco.de
Deutsche Mieterdatenbank Bremen www.demda.de








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